adASTRA – Das STRABAG Intrapreneurship Programm

Wie adASTRA alles auf den Kopf stellt

adASTRA – auf zu den Sternen, besser könnte man diese Mission nicht beschreiben. Ein Intrapreneurship Programm hat es bei STRABAG noch nie gegeben. Unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter versetzen sich in die Rolle von Unternehmerinnen und Unternehmern, gestalten ihr eigenes Geschäftsmodell und bauen dieses bis zur Marktreife auf.


Warum machen wir das?

STRABAG hat sich zum Ziel gesetzt, die Zukunft unserer Branche aktiv und innovativ mitzugestalten. Mit adASTRA möchten wir Zukunftsherausforderungen angehen und bei den dafür notwendigen Impulsen und Kompetenzen aus einer vorhandenen Quelle schöpfen: der Innovationsfreude unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Um dieses interne Potenzial zu nutzen, müssen jedoch die richtigen Rahmenbedingungen geschaffen werden.

Intrapreneurship stellt aus diesem Grund Menschen und ihre Innovationskraft in den Mittelpunkt – „People First“. Wir sind überzeugt, dass durch die Ermächtigung, eigene Initiativen und Ideen voranzutreiben, der Förderung von unternehmerischem Denken und Handeln sowie der entsprechenden Unterstützung große Erfolge erzielt werden können.

Die daraus entstehenden Innovationsprojekte möchten wir als „interne Startups“ betrachten, Silodenken aufbrechen und Vernetzung forcieren, sodass in konzernübergreifenden Ansätzen und Teams neue Geschäftsmodelle entwickelt werden.

Wie bei der Gründung eines Startups setzen wir auf Geschwindigkeit und wollen rasch validierbare Ergebnisse erzielen. Das erfordert einerseits Startup-Methodiken sowie agile Arbeitsweisen, andererseits aber auch eine Lernkultur, die es hier zu etablieren gilt. Es arbeiten 6 Crews mit jeweils 5 Crewmitgliedern an ihren Missionen und sind bereit damit zu den Sternen zu fliegen.

“Digitalisierung und Innovation bedeuten jedoch, Dinge anders anzugehen als bisher.
Die Kunst und Herausforderung besteht darin, das dafür erforderliche Mindset mit unserem klassischen Gewerbe, das wir seit Jahrzehnten ausüben, zu verbinden. Daher versuche ich, die Startup-Kultur mit unseren konzerngetriebenen Wünschen nach Innovation und Digitalisierung zusammenzuführen.”

Klemens Haselsteiner
Chief Digital Officer, Mitglied des Vorstands STRABAG SE

Wir nehmen euch mit auf unserer Reise zu den Sternen

Im Rahmen des adASTRA Intrapreneurship Programms durchlaufen die Crews mit ihren Missionen verschiedene Phasen.

In diesen Phasen erarbeiten sie zusammen mit ihren Coaches, Expertinnen und Experten ebenso wie Mentorinnen und Mentoren wichtige Erkenntnisse zu deren Idee, den Märkten oder auch den Kundinnen und Kunden. All diese Erkenntnisse tragen zu einem fundierten Geschäftsmodell bei, das am Demo Day präsentiert wird.

3…2…1…START

adASTRA lernt fliegen

Im Vorfeld zur Bewerbungsphase wurden 5 Missionen definiert. Die Bewerberinnen und Bewerber konnten sich mit oder ohne Idee auf eine der jeweiligen Missionen bewerben. Startbahn frei: Es wurden 99 neue Ideen eingereicht. In einem sorgfältigen Prozess wurden 30 Intrapreneure ausgewählt und aus 5 wurden 6 Missionen gemacht. Vom Onboarding der Crews bis zum großen Demo Day nehmen wir euch mit auf die Reise und die Crews berichten, was sie in den Sprints erarbeitet, gelernt und erlebt haben.

Onboarding der Crews

Unsere Crews wurden auf ihre Reise vorbereitet. Noch vor Beginn des Innovation Camps, wurden Astronautenboxen verschickt.
Befüllt waren diese mit den wichtigsten Sachen, welche man auf so einer Mission zwingend benötigt:

  • Offizieller Boarding Pass
  • Logbuch für Notizen
  • Notfall Coffee-/Ingwershots
  • Das Buch “Value Proposition Design”
  • LEGO-Set fürs schnelle Prototyping
  • “Verhaltenskodex” eines Intrapreneurs
  • Canvas-Sketchblätter
  • Nussmüsli für die schnelle Energiezufuhr
  • Ein paar zufällige Alltagsgegenstände

Das Warten hat ein Ende

Im Rahmen des Innovation Camps wurden wir als gesamte Crew 2021 auf unseren Weg vorbereitet, erste Denkweisen und Ansätze wurden vorgestellt und direkt getestet. Diese Veranstaltung fand in rein digitalem Format statt, jedoch waren der Kreativität in den einzelnen Breakout-Sessions dadurch keine Grenzen gesetzt.

Interaktionen kamen nicht zu kurz:
Schaffst du es auch in 60 Sekunden einen Elefanten mit einem DIN A4- Blatt zu kreieren?
Bei der Herausforderung, aus Papier einen Elefanten innerhalb von 60 Sekunden zu bauen, zeigten sich unmittelbar das Geschick sowie die „out of the box“- Lösungsansätze unserer Intrapreneure. Mit dieser Aufwärmübung wurden die kognitiven Fähigkeiten aktiviert, die für den weiteren Verlauf des Innovation Camps benötigt wurden.

Innovative Geschäftsideen verlangen kreative Denkweisen:
In unterschiedlichsten Übungen wie z.B. eine Geschäftsmodell aus zwei absolut unterschiedlichen Alltagsgegenständen zu kreieren, wurde die Kreativität angeregt. Das Übung war der Startschuss für den ersten tieferen Einstieg in unsere eigenen Geschäftsmodelle.

Sprint 1 und 2

Die Crews starteten in die Prototyping Phase und machen sich mit den ersten Innovationswerkzeugen vertraut.

Schwerpunkte der Sprints:

  • Wer ist die Zielgruppe bei der Geschäftsidee und wie sieht diese konkret aus?
  • Welche Aufgaben/Probleme möchte die Kundin lösen?
  • Welche Hürden & Ärgernisse hat die Kundin dabei?
  • Wer bietet aktuelle schon ähnliche Lösungen an?
  • Welchen Nutzen hat der Kunde in Bezug auf die Mission?
  • Welchen Nutzen haben die Kunden aktuell von der Erfüllung ihrer Jobs?
  • Welche Hypothesen in Bezug auf die Zielgruppen lassen sich aufstellen?
  • Wie frage ich Informationen, Gefühle, Handlungen & Motivation richtig ab?
  • Wie kamen die Crews zu ihren Erkenntnissen?

Wir erarbeiteten Customer Personas und definierten deren Customer Journey. Dabei wurden die “Jobs” der Kundinnen und Kunden mit allen Problemen und Chancen genauer unter die Lupe genommen. Den Wettbewerb haben wir dabei ständig im Blick. Doch wer sagt uns, dass wir mit unseren Annahmen richtig liegen? Es wurden viel Vermutungen und Hypothesen über die möglichen Zielgruppen aufgestellt und die gilt es nun zu beweisen. Interviews sollen hierbei die Crews zum Ziel führen und Licht ins Dunkel bringen.

Weitere Highlights aus den Sprints:
“Stellt mit einem LEGO-Modell dar, was euch an eurem Job stolz macht.” Diese Aufgabe macht Spaß und zeigt gleichzeitig, wie schnell man auch komplexe Themen visualisieren und mittels Storytelling ansprechender erklären kann.

Sprint 3

Jede gute Unternehmerin, jeder guter Unternehmer sieht kein Problem, sondern eine Geschäftschance. Welches der verschiedenen Probleme unserer Kundengruppen bietet das größte Potenzial?
Nach einer Analyse der geführten Interviews kristallisierte sich heraus, wie dringend und häufig die genannten Probleme sind und die Crews konnten diese dadurch priorisieren und definieren.

Der zweite Tag des Sprints war geprägt von individuellen Sessions.
Zuerst verschaffte sich jeder allein nochmal einen Überblick über die bislang gesammelten Erkenntnisse, als Grundlage für die nächste Übung. Wichtig war es, immer die erarbeitete Problemdefinition zu beachten.

Schwerpunkt der Sprints:

  • Welches Problem der Zielgruppe hat das größte Potenzial für eine Geschäftsidee?
  • Wie kann ich das Problem so definieren, dass es die Kreativität anregt (How might we…)?
  • Wie könnten mögliche Lösungen für das Problem aussehen?

Ein Highlights aus dem Sprint:
Wenn du mal nichts weißt, dann male einen Kreis…Das war das Motto unserer Warm-Up Übung am zweiten Tag.
Wer kann aus 30 Kreisen verschiedenste Dinge zeichnen? Von Fahrrädern über Brillen oder auch Böden von Weinflaschen, es war alles dabei. Hier wurde das kreative Denken gefördert und die Grundlage für die Individualsessions gelegt.

Sprint 4

In diesem Sprint ging es um die Story der Geschäftsidee. Doch was bedeutet das? Die Crews befassten sich mit ihrer Lösung und welche Probleme bei ihren Zielgruppen dadurch gelöst werden können. Um die verschiedenen Action Steps von Customer und User zu verstehen, wurde ein Storyboard gezeichnet. Im Storyboard spiegeln sich die Prozesse und die Customer Journey wider, die er durchläuft. Das Storyboard ist somit das Skript für den zu testenden Prototypen.

An Tag 2 starteten die Crews mit einer Einführung in die Welt des Prototypings. Mit Figma bekamen sie ein Tool zu Hand und konnten dann auch schon beginnen ihren ersten Klick Dummy zu bauen.

Schwerpunkt der Sprints:

  • Welchen Mehrwert bietet das Produkt oder die Dienstleistung?
  • Wie erstellen wir ein erster Prototyp unseres Produktes/unserer Dienstleistung?

„How to GIF it…“ – Wer kennt es nicht, lustige animierte Bilder, welche die digitale Kommunikation revolutioniert haben.

Seht selbst was dabei rauskam:

….Bald geht es weiter, wir halten euch auf dem Laufenden.

Hier berichten die Crews über das Programm und ihre Erfahrungen.

Team FLEX
Katharina Six-Hönigsberger, Seyit Can, Daniel Faller, Stefan Schoneboom-Gräfe und Corina Kerschner